Berühmte Athener
Berühmte Athener
Zwei Demokraten
Aristogeiton (Kopf und Schulterpartie im Abguss links) und Harmodios gehören zu einer Verschwörergruppe, die gemäß der Tradition die Alleinherrschaft (tyrannis) in Athen beseitigen wollen. Im Jahre 514 v. Chr. wird der Tyrann Hipparchos bei einem Anschlag auf der Agora bei dem Leokoreion getötet. Beiden Tyrannenmördern wird ein Ehrendenkmal auf der Agora errichtet.
Detail einer Statue / Aristogeiton
Gipsabguss des Kopfes und der Schulterpartie einer römischen Replik der Statue des Aristogeiton (Original in Rom, Kapitolinische Museen, Inv. 2404) aus der Zweifigurengruppe der sogenannten Tyrannentöter. Sie stand direkt an der Panathenäen-Straße auf der Agora von Athen und zeigte Harmodios und Aristogeiton, die den letzten Tyrannen Athens Hipparchos getötet haben.
Das Original haben die athenischen Bildhauer Kritios und Nesiotes 477/476 v. Chr. geschaffen.
Inv. A 264
Obschon auch bereits in der Antike persönliche Gründe für die Tötung des Tyrannen Hipparchos angeführt wurden, so gelten Harmodios und Aristogeiton doch als Befreier von der Tyrannis und genießen einen Heldenkult.
Perikles (um 490–429 v. Chr.) ist einer der wichtigsten Politiker in Athen, der mit seinem Kollegen Ephialtes die Demokratie weiter ausbaut. Er startet ein außerordentliches Bauprogramm in Athen und Attika: u.a. Parthenon, Propyläen, Hephaisteion, Erechtheion sowie Poseidontempel von Sounion und Nemesistempel von Rhamnous. Finanziert werden diese Maßnahmen mit den Geldern des Attisch-Delischen Seebundes.
Porträtbüste als Hermenpfeilerbekrönung / Perikles
Gipsabguss des Kopfes des Politikers Perikles, Teil einer hadrianischen Replik der Statue des Bildhauers Kresilas, die auf der Akropolis von Athen stand. Marmororiginal in den Vatikanischen Museen, Museo Pio Clementino, Sala delle Muse, Inv. 269
Perikles trägt einen hochgeschobenen korinthischen Helm, dies zeichnet ihn nach athenischer Bildtradition als Strategen aus.
Original ca. 430 v. Chr. geschaffen vom Bildhauer Kresilas
Inv. A 80
Zwei Philosophen
Sokrates (469–399 v. Chr.) ist einer der berühmtesten Philosophen des Altertums. Auf ihn führen sich die meisten Philosophenschulen zurück. Leider sind von ihm keine Schriften erhalten, so dass wir lediglich über seine Schüler – Platon und Xenophon – Nachrichten von seinem Wirken haben. Besonders berühmt ist er für seine Gesetzestreue: Er ist – wegen angeblicher Götterverachtung zum Tode verurteilt – nicht aus dem Gefängnis geflohen, obschon seine Freunde dies vorbereitet haben.
Porträt als Hermenpfeilerbekrönung / Sokrates
Gipsabguss des Kopfes des Philosophen Sokrates, Teil einer römischen Replik der Statue des Bildhauers Lysipp im Pompeion von Athen aufgestellt. Marmororiginal in Paris, Musée du Louvre, Inv. Ma 59
Das postume Bildnis stellt den Philosophen mit satyrhaften Zügen dar, so wie er von den Zeitgenossen bezeugt ist.
Das Original ist ca. 330 v. Chr. vom Bildhauer Lysipp geschaffen.
Inv. A 351
Platon (428/7–348/7 v. Chr.) steht in seiner Wirkung seinem Lehrer Sokrates nicht nach. Im Gegensatz zu diesem verfasst er aber zahlreiche Schriften: Sein Einfluss ist nicht nur in allen späteren philosophischen Ansätzen zu spüren, sondern geht zugleich weit über die Philosophie selbst hinaus in das politische und religiöse Denken, in die Theologie, in die utopische Literatur und zahllose weitere Bereiche.
Porträt als Hermenpfeilerbekrönung / Platon
Gipsabguss des Kopfes des Philosophen Platon, Teil einer römischen Replik der Statue des Bildhauers Silanion, die im Auftrag des Mithridates für die Musen in der Akademie von Athen aufgestellt. Marmororiginal in Berlin, Staatliche Antikensammlung, Inv. Sk 300
Das Bildnis stellt den Philosophen dar, so wie ihn der Komiker Amphis beschreibt: „Dass du doch ewig finster blickst und sonst nichts kennst, der Schnecke gleich die Brauen runzelnd feierlich.
Original ca. 347 v. Chr. vom Bildhauer Silanion geschaffen.
Inv. A 53